Fährt man die Straße von der Brücke aus entlang des Burgberges (also Ort abgewandt) gelangt man linksseitig zu der Ferienanlage Mus Deniz und nach ca. 1,5 km zum zweiten großen Strand von Gazipasa. Der Strand erstreckt sich ca. 2 km vom Burgberg der klein-armenischen Festung in östlicher Richtung zum kleinen Metall-Leuchtturm. An der Strandseite des Burgberges befindet sich eine kleine Lokanta. Der Strand ist hier sehr schön sandig. In Richtung Leuchtturm verändert sich der Strand von seiner Beschaffenheit und Struktur. Wir finden hier nur noch riesige übereinander geschobene Steinplatten. Vermutlich befand sich hier auch der alte Hafen. Ich bezeichne diese Stelle immer als „Badewanne" und tatsächlich werden dieser Strandbereich auch für allerlei Schwimmübungen genutzt. Es gibt eine eine Stelle mit einer in das Meer vorgelagerten Steinplattenformation. Zwischen dieser vorge-lagerten Plattenformation und dem Strand befindet sich eine Ausbuchtung (ähnlich wie ein Pool) mit Ausmaßen von ca. 20 Meter und in der Länge mit ca. 70 Meter mit seitlichem Meerzugang. Auf der einen Seite kann man durch die vorgelagerte Plattenformation ruhig schwimmen und tauchen. Befindet man sich an der meerseitigen Plattenformation spritzt dann die Gischt des rauen Meeres über einen hinweg.
Hauptstrand und Selinus
Im Kreuzungsbereich der Meerjungfrau führt in südliche Richtung eine breite Straße ca. 2 km direkt zum Hafen. Die Straße biegt dann rechts in Richtung Hauptstrand ab. Der Hauptstrand erhält zur Zeit eine schöne befestigte Strandpromenade. Hier entstehen auch verschiedene kleinere Lokantas. Am Hauptstrand sieht man die Ruinen einer alten Burg. Einen direkten Weg zu dieser alten Burganlage gibt es nicht. Eine Zuwegung erreicht man über verschlungene kleine Straßen und Wege in dem Ort vor Gazipasa in etwa in der Höhe des Gewerbegebiets. Direkt am Hauptstrand befinden sich auch Hotelruinen, die zum Teil wieder abgerissen werden, da sich nicht den genehmigten Plänen entsprechen. Zum Glück ist Gazipasa noch vom Tourismus verschont geblieben. Es bleibt zu hoffen, dass das Gebiet von Gazipasa weiterhin als Landwirtschaftsfläche ausgewiesen wird. Ca. 80 % der Landfläche von Gazipasa werden landwirtschafltich genutzt. Hoffentlich wiederholt man nicht die Bausünden ähnlich wie in Alanya oder anderer Orte. Der Bauboom hat in Gazipasa aber auch Einzug gehalten. An den nicht landwirtschaftlich genutzten Berghängen sind mittlerweile sehr viele Wohn-anlagen entstanden. Wie erreicht man nun die historische Stadt Selinus. Ausgehend von dem Kreuzungsbereich der Meerjungfrau fahren wir ca. 1,5 km die Straße zum Haupt-strand entlang. Ca. 500 Meter vor dem Hafen sieht man die Ruinen eines alten Auqädukts. Wir biegen die Straße vor dem Auqädukt links ab und fahren bis zur Brücke des Gazipasa-flusses. Biegen wir unmittelbar hinter der Brücke rechts ab führt ein Schotterweg in Richtung Burgberg. Auf der linken Seite sieht man am Burgberg einige Häuserruinen. Wir verlassen die Schotterstraße nach ca. 100 Metern nach links und erreichen die Ebene mit den Gebäude-resten des alten Selinus. Zu sehen sind heute nur noch wenige Gebäuderuinen und ein Odeon und kleines Theater. An einem bestimmten Gebäude ist auch eine Hinweistafel mit der ver-meintlichen Todesstelle des Imperators Trajan angebracht. Das Gebäude wurde erst später in sedschukischer Zeit errichtet.